Thyatira

Thyatira in Lydien, heute Akhisar in der türkischen Provinz Manisa, war in der Antike eine bedeutende Handels- und Industriestadt an der Straße von Pergamon nach Sardes. Thyatira war eine der ersten Städte, in der Geld als Zahlungsmittel verwendet wurde. 129 v. Chr. fiel Thyatira an Rom und gehörte fortan zur Provinz Asia. Thyatira war für seine Textilindustrie und Purpurfärberei bekannt. So stammte auch die Purpurhändlerin Lydia in Philippi aus dieser Stadt (Apostelgeschichte 16,14).

Die Ausgrabungen von Thyatira befinden sich im Zentrum der Stadt Akhisar. Zu sehen sind vor allem Ruinen aus nachbiblischer Zeit: eine Basilika aus dem 5./6. Jahrhundert an der Stelle der früheren Agora (Stadtplatz) sowie Reste von Säulenstraßen und Bogengängen aus dem 4. Jahrhundert.

Die Christen in Thyatira erhalten als vierte Gemeinde ein sogenanntes Sendschreiben von Johannes (Offenbarung 2,18–29). Der auferstandene Jesus weist die Gemeinde zurecht, weil sie jemanden in ihrer Mitte duldet, der zu sexuellen Ausschweifungen und Götzenopfern ermutigt. Doch es gibt in Thyatira auch Christen, die sich nicht in diese Praktiken hineinziehen lassen. Diesen verspricht Jesus eine leitende Stellung im zukünftigen Reich Gottes.

©110305 (5) Thyatira in Akhisar

©110305 (6) Filmaufnahmen in Thyatira

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