48. Wasserleitung von Hierapolis nach Laodizea

Auch wir ziehen etwas später die Schuhe aus, da man nur barfuß auf die Kalkterrassen gehen darf. Wir genießen das angenehm warme Wasser und können uns nicht sattsehen an dem herrlichen Blick über die blitzenden Terrassen, die weiten Felder und die weißen Bergspitzen am Horizont. Kein Wunder, dass dieser Ort so gerne besucht wird! Die Stadt findet in der Bibel nur einmal Erwähnung: im Brief an die Kolosser in Kapitel 4,13. Die Ruinen von Kolossai besuchen wir als Nächstes.

„Eine Tonscherbe!“, ruft Hanspeter. „Wenn ich die mitnehme, lande ich wahrscheinlich im Gefängnis.“ Markus hat uns vor der Reise gewarnt, dass es in der Türkei gefährlich werden könnte, an Ausgrabungsstätten „Souvenirs“ mitzunehmen. Da wir stets das Gewicht unserer Rucksäcke im Blick haben, ist die Versuchung dazu nicht besonders groß.

„Jetzt verstehe ich besser, weshalb in der Bibel lauwarmes Wasser mit dieser Stadt in Verbindung gebracht wird“, meint Hanspeter. „In der Antike wurde das warme Wasser von Hierapolis hierher geführt. Wahrscheinlich war es nur noch lauwarm, als es hier aus der Leitung kam.

©110315 (13) Barfuss in Pamukkale

©110315 (5) Hierapolis

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